Wenn die Femern-Verbindung 2029 eröffnet wird, wird die Reisezeit zwischen Skandinavien und Mitteleuropa kürzer, und ein neuer Transportkorridor wird die Regionen enger miteinander verbinden. Laut einem neuen Bericht des Femern Business Council, das aus Wirtschaftsorganisationen aus Dänemark, Norddeutschland und Südschweden besteht, wird erwartet, dass sowohl die dänische als auch die deutsche Wirtschaft große Vorteile von einem erweiterten Rekrutierungsgebiet und einem besseren Zugang zu Wissen und Kompetenzen haben werden.
Der Bericht des Rates präsentiert sechs konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit und Mobilität zwischen Dänemark und Deutschland, wenn die Femern-Verbindung eröffnet wird. Der Fokus liegt darauf, eine dynamische Wachstumsregion mit weniger Grenzbarrieren und größerer wirtschaftlicher Integration zu schaffen.
Die sechs Vorschläge, die die Region stärken sollen
“Femern Direct” - eine gemeinsame digitale Plattform:
Ein digitaler Dienst, der einen einheitlichen Zugang zu praktischen Informationen für Grenzpendler bietet. Die Plattform soll Bürgern und Unternehmen bei allem helfen, von Jobportalen bis zu Steuerangelegenheiten über die Grenze hinweg.
Dialogforum für Behörden:
Ein Forum, das dänische und deutsche Kommunen und Regionen zusammenbringt, um grenzüberschreitende Initiativen zu koordinieren und gemeinsame Herausforderungen wie Gesetzgebung und Arbeitsmobilität anzugehen.
Grenzkontrolle neuer Gesetzgebung:
Es wird vorgeschlagen, alle neuen Gesetze zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie keine unnötigen administrativen Belastungen für Grenzpendler und Unternehmen schaffen.
Regulatory Sandboxes:
Kontrollierte Versuche mit neuen Regeln im Grenzgebiet, bei denen Unternehmen und Behörden gemeinsam Regulierungen testen und anpassen können, um Mobilität und Handel zu fördern.
Harmonisierung der Regeln für Telearbeit:
Eine Lösung für die Herausforderungen mit Steuern und Sozialleistungen, die bei grenzüberschreitender Arbeit entstehen können, insbesondere wenn Heimarbeit häufiger wird.
International Citizen Service (ICS) in Südseeland:
Ein Servicezentrum, das es ausländischen Mitarbeitern erleichtern soll, den Papierkram zu erledigen und sich in der Region zurechtzufinden. Gleichzeitig soll es internationale Arbeitskräfte in die Region anziehen.