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Tunnelöffnung 2029 unter Druck

Der Eröffnungstermin Ende 2029 ist erheblich herausgefordert und wird neu bewertet, wenn die ersten Tunnelelemente an Ort und Stelle sind, heißt es im Jahresbericht.

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Die Eröffnung der Fehmarn-Verbindung im Jahr 2029 ist nicht mehr sicher. Sund & Bælt schreibt in seinem Jahresbericht für 2024, dass der Zeitplan erheblich herausgefordert ist - und nun neu bewertet werden muss. Es ist das erste Mal, dass der Bauherr formell Zweifel am offiziellen Eröffnungsdatum äußert. Das erste Tunnelsegment hätte eigentlich schon vor fast einem Jahr abgesenkt werden sollen. Aber obwohl die Verzögerung schon lange bekannt ist, hat Sund & Bælt bisher darauf bestanden, dass man den Rückstand aufholen könnte. Dieses Ziel scheint nun aufgegeben zu sein.

Das Unternehmen weist weiterhin darauf hin, dass die Absenkung aufgrund von Problemen mit der Lieferung der Spezialschiffe, die für die Arbeiten benötigt werden, verzögert ist. Dies hat die gesamte Installationsphase verschoben. Gleichzeitig gibt es nur bestimmte Zeiten im Jahr, in denen das Wetter es ermöglicht, Elemente im offenen Beltmeer abzusenken.

Ende 2024 war der Tunnelgraben fertig ausgehoben. In Rødbyhavn wurden sieben Standardelemente und zwei Spezialelemente gegossen, und die Produktionsanlagen funktionieren stabil. Aber ohne Absenkung kann die Arbeit unter Wasser nicht beginnen, und das erste Element liegt immer noch an Land.

Aber die Mitteilung, dass der Zeitplan nun neu bewertet werden muss, bedeutet, dass die Fehmarn-Verbindung zum ersten Mal mit einem formell anerkannten Risiko einer Verzögerung konfrontiert ist.

Probleme in Deutschland

Auch auf der deutschen Seite der Verbindung gibt es Probleme. Im Herbst 2024 teilte Verkehrsminister Thomas Danielsen (V) der Ekstra Bladet mit, dass der Eisenbahnteil auf der deutschen Strecke um vier bis fünf Jahre verzögert werden könnte.

Der Grund dafür ist, dass Umweltgenehmigungen für die Arbeiten an einem neuen Tunnel unter dem Fehmarnsund fehlen - der Verbindung zwischen der Insel Fehmarn und dem deutschen Festland. Heute verläuft die Eisenbahn über eine ältere Brücke, die jedoch nicht das Gewicht von Güterzügen tragen kann. Bis der neue Tunnel gebaut ist, können nur Personenzüge die Fehmarnbelt-Verbindung vollständig nutzen.

Damit steht die gesamte Infrastruktur auf beiden Seiten der Verbindung vor erheblichen Verzögerungen. Es ist jedoch weiterhin der dänische Teil - der eigentliche Tunnel - der im Bau am weitesten fortgeschritten ist.

Die Verbindung zwischen Rødbyhavn und Puttgarden ist der längste Absenktunnel der Welt für sowohl Straße als auch Eisenbahn.

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