Arcadia eFuels hat fast 94 Millionen Kronen investiert, um eine Anlage im Hafen von Vordingborg vorzubereiten, die grünen Flugkraftstoff produzieren soll. Doch das Projekt existiert vorerst nur auf dem Papier. Bevor der erste Spatenstich erfolgen kann, fehlt eine zentrale Entscheidung: FID.
Das Unternehmen dahinter, Arcadia eFuels Vordingborg ApS, schloss das Jahr 2024 mit einem Verlust von 15,5 Millionen Kronen ab. Der kumulierte Gesamtverlust seit der Gründung im Jahr 2022 beträgt nun fast 22 Millionen Kronen. Alle Beträge im Artikel wurden von Euro in dänische Kronen mit einem Kurs von 7,45 umgerechnet.
Der Plan ist, eine Anlage zu errichten, die bis zu 66.000 Tonnen sogenannten e-Kerosin pro Jahr produzieren kann. Der Kraftstoff wird aus Wasser, grünem Strom und eingefangenem CO₂ hergestellt - und kann in gewöhnlichen Düsentriebwerken verwendet werden. Die Umweltgenehmigung ist erteilt, und das Grundstück auf Masnedø ist baureif.
Doch der Jahresabschluss zeigt auch deutlich, dass das Projekt stillsteht, bis eine sogenannte Final Investment Decision getroffen wird.
Ohne FID - keine Anlage
FID - Final Investment Decision - ist der Punkt, an dem Investoren und Eigentümer endgültig beschließen, den Bau zu starten und die notwendigen Milliarden zu binden. Es erfordert, dass kommerzielle Vereinbarungen getroffen sind und sowohl Investoren als auch Kreditgeber Vertrauen in die Wirtschaftlichkeit haben.
Ohne die Entscheidung wird keine Anlage gebaut. Und ohne Anlage muss der gesamte Entwicklungswert in der Bilanz - 94 Millionen Kronen - abgeschrieben werden. Dies geht direkt aus den Anmerkungen zur Bilanz hervor.
Die Eigentümer halten das Projekt am Laufen
Um die Räder am Laufen zu halten, haben die Eigentümer im Juni ein Darlehen von 20 Millionen Kronen bereitgestellt. Davon wurden Mitte des Monats gut 13,7 Millionen ausgezahlt. Das Darlehen soll die laufenden Kosten bis zur Festlegung der FID decken.
Das Unternehmen schreibt, dass es im Dialog mit potenziellen Investoren steht, die bereits vor der FID einsteigen könnten - und dass man gezielt darauf hinarbeitet, dies zu erreichen.
Arcadia eFuels Vordingborg ApS gehört hauptsächlich dem amerikanischen Mutterunternehmen und dem deutschen Kapitalfonds KGAL ESPF 6, der Ende 2023 in den Gesellschafterkreis eingetreten ist.
Mehr Mitarbeiter und steigende Kosten
Die Anzahl der Mitarbeiter stieg bis Ende 2024 auf vier, und die Lohnkosten beliefen sich insgesamt auf 3,5 Millionen Kronen. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Forderung gegenüber seinem amerikanischen Schwesterunternehmen von gut 48 Millionen Kronen und einen Kassenbestand von 40 Millionen.
Arcadia erwartet, dass die Anlage 2028 fertiggestellt werden kann - vorausgesetzt, die FID wird getroffen und die Finanzierung ist gesichert.
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