Ein schlechtes Image kann es schwieriger und teurer machen, auf Lolland ein Unternehmen zu führen.
Davor warnt Peter Dan Petersen, Vorsitzender von Nakskov Handel & Erhverv, nach einem Treffen des Verbands, bei dem vor wenigen Tagen Unternehmen, Wirtschaftsakteure und Politiker in der Skovridergaarden in Nakskov zusammenkamen.
- Wegen des schlechten Images gibt es Banken, Realkreditinstitute und andere, die im Postleitzahlengebiet 4900 nicht zu ebenso guten Konditionen Geld verleihen wollen wie in anderen Teilen Dänemarks. Dafür haben wir einige schreckliche Beispiele, sagt er.
Im unteren Bereich der Rangliste
Die Warnung folgt auf eine ausführliche Debatte über den Absturz der Kommune Lolland um 21 Plätze auf Rang 82 von 91 Kommunen in der Erhebung des dänischen Industrieverbands Dansk Industri zur Wirtschaftsfreundlichkeit.
In der Kategorie kommunale Verwaltung liegt Lolland auf Platz 88. Peter Dan Petersen betont, dass die DI-Erhebung landesweit gelesen wird und damit das Bild von Lolland, der Kommune und Nakskov mitprägt.
- Die Kommune kann durchaus der Meinung sein, dass die Untersuchung kein zutreffendes Bild vermittelt. Aber solange sie der Maßstab ist, den alle anderen lesen und an dem sie sich orientieren, hat die Kommune ein Problem. Es ist ein wichtiger Indikator, der im ganzen Land gelesen wird, sagt er.
Bei dem Wirtschaftstreffen forderten die Teilnehmer unter anderem schnellere Verwaltungsverfahren und einen besseren Service. Peter Dan Petersen fordert die Kommune nun auf, sich an den Kommunen an der Spitze der Rangliste zu orientieren. Gleichzeitig betont er, dass eine hohe Arbeitsbelastung der kommunalen Mitarbeiter keine Entschuldigung sei.
- Natürlich ist man im Rathaus stark beschäftigt, aber das gilt für alle Kommunen. Es geht darum, wie man Aufgaben priorisiert und bearbeitet, und Lolland muss seine Arbeitsweise neu überdenken, sagt er.