Hinter der Fusion von Rask El und Enelco steht unter anderem eine Übernahmewelle in der Installationsbranche. Ausländische Investmentfonds haben bereits mehrere Unternehmen in der Region gekauft. Das brachte die beiden lokalen Firmen dazu, über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen.
Die Fusion tritt am 1. Oktober in Kraft und schafft ein Installationsunternehmen mit mehr als 150 Beschäftigten. Für Jacob Goldbeck, Geschäftsführer von Rask El, war es wichtig zu handeln, solange die Eigentümer auf beiden Seiten noch selbst über die weitere Richtung entscheiden konnten.
- Es geht darum, zu konsolidieren und sicherzustellen, dass es hier weiterhin einen starken lokalen Installationsbetrieb gibt. Wenn man sich umschaut, sind einige Eigentümer bereits älter. Wenn keine Nachfolgelösung bereitsteht, gibt es fast nur noch einen Weg: an jemand anderen zu verkaufen, sagt Jacob Goldbeck.
Für die Zukunft aufgestellt
Nach Angaben des Geschäftsführers stehen vor allem norwegische Investmentfonds hinter mehreren Übernahmen in der Branche. Drei größere Unternehmen in der Region seien bereits verkauft worden.
Jacob Goldbeck sah das Risiko, dass beide Unternehmen unter Druck geraten könnten, wenn die Investoren ihre Einkaufstour fortsetzen und unter anderem Enelco übernehmen würden.
Deshalb nahm Rask El Kontakt zu Enelco auf, um die Möglichkeit eines Zusammenschlusses auszuloten. Nach der Fusion werden beide Unternehmen unter dem Namen Rask El weitergeführt.
- Die Fusion stärkt uns vor Ort und gibt uns die Größe, die wir brauchen, um unsere Mitarbeitenden intern weiterzuentwickeln. Gleichzeitig werden wir robuster und besser dafür aufgestellt, die kommenden Aufgaben zu bewältigen. Wir haben uns in eine Position gebracht, in der wir selbst die Richtung bestimmen können, sagt er.
Besonders stärkt die Fusion das Servicegeschäft von Rask El auf Falster, wo Enelco bislang stärker aufgestellt war. Weitere Übernahmen stehen derzeit nicht an, doch Goldbeck schließt zusätzliches Wachstum nicht aus. Auf Lolland-Falster ist das Unternehmen nun gut vertreten. Sollte es später geografisch expandieren, richtet sich der Blick nach Seeland.
- Wir haben im Moment keine weiteren Pläne, und es befindet sich nichts in der Pipeline. Auf Lolland-Falster sind wir gut aufgestellt, und hier gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, noch deutlich weiter zu wachsen. Wenn wir uns irgendwann geografisch erweitern, dann in Richtung Seeland, sagt Jacob Goldbeck.