Lokale Fusion mitten in der Übernahmewelle der Private-Equity-Fonds

Ausländisches Kapital hat die Übernahmen in der Installationsbranche beschleunigt. Diese Entwicklung hat zwei lokale Unternehmen auf Lolland-Falster mit dazu gebracht, sich zusammenzuschließen.

Jacob Goldbeck ude i felten. Foto: Søren Knudsen
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Die Fusion von Rask El und Enelco ist die lokale Folge einer Entwicklung, die die dänische Installationsbranche innerhalb weniger Jahre deutlich verändert hat.

Von Private-Equity-Fonds unterstützte Gruppen kaufen Unternehmen in großem Stil auf. Nach Angaben von Andreas Scheelbeck, stellvertretender Direktor bei TEKNIQ, tragen ausländische Investoren dazu bei, die Branche in größeren Einheiten zu bündeln.

- Im technischen Gewerbe gibt es seit vielen Jahren eine Konsolidierung. In den vergangenen Jahren hat sie sich jedoch beschleunigt, weil ausländisches Kapital in den Markt gekommen ist, sagt er.

Die Großen werden größer

Zu den größten Aufkäufern gehören InstallatørGruppen und Koble. Beide wurden Anfang 2023 mit Unterstützung der Private-Equity-Gesellschaften FSN Capital beziehungsweise der norwegischen Credo Partners gegründet.

InstallatørGruppen erreichte im Mai die 42. Übernahme in Dänemark und beschäftigte zu diesem Zeitpunkt mehr als 2.000 Mitarbeitende in Dänemark und der Schweiz. Koble bestand im April aus 21 dänischen Unternehmen mit rund 650 Beschäftigten.

Die übernommenen Unternehmen werden in der Regel unter ihrem bisherigen Namen und mit der bestehenden Geschäftsführung weitergeführt. Gleichzeitig erhalten sie Zugang zu gemeinsamer Verwaltung und Einkauf. Gerade die wachsende Arbeit abseits der Baustellen ist nach Einschätzung von Andreas Scheelbeck ein wichtiger Grund für die Entwicklung.

- Es gibt mehr Anforderungen von öffentlicher Seite und mehr Bürokratie und Verwaltung. Das bedeutet, dass die Unternehmen heute mehr administrative Ressourcen brauchen als früher. Solche Anforderungen lassen sich leichter bewältigen, wenn man Teil einer größeren Einheit ist, sagt er.

Für die Zukunft aufgestellt

Nach der Fusion werden Rask El und Enelco mehr als 150 Beschäftigte haben. Damit ist das neue Unternehmen deutlich größer als viele der Betriebe, auf die es die Übernahmegruppen abgesehen haben.

Koble hat Installationsunternehmen mit Umsätzen zwischen 30 und 80 Mio. DKK bereits früher als besonders interessant bezeichnet. Die Unternehmen von Koble beschäftigten im Frühjahr im Durchschnitt rund 31 Mitarbeitende. Öffentlich bekannt gewordene Übernahmen von InstallatørGruppen umfassten unter anderem Betriebe mit 14, 35, 45 und 70 Beschäftigten.

Auf Lolland-Falster und in Südseeland sind unter anderem Idestrup El, El-Comp in Vordingborg und Filtenborg El Teil von Koble geworden, hinter dem die norwegische Private-Equity-Gesellschaft Credo Partners steht. Nach Angaben von Jacob Goldbeck, Geschäftsführer von Rask El, waren diese Übernahmen mit ein Grund dafür, dass die Eigentümer von Rask El und Enelco Gespräche über eine gemeinsame Zukunft aufnahmen.

- Es geht darum, zu konsolidieren und sicherzustellen, dass es hier weiterhin einen starken lokalen Installationsbetrieb gibt. Wenn man sich umschaut, sind einige Eigentümer bereits älter. Wenn keine Nachfolgelösung bereitsteht, gibt es fast nur noch einen Weg: an jemand anderen zu verkaufen, sagte Jacob Goldbeck gegenüber FemernBusiness im Zusammenhang mit der Fusion.

Nach Einschätzung von Andreas Scheelbeck sind Unternehmensnachfolgen jedoch nur ein Teil der Erklärung. Einige Eigentümer schließen sich größeren Gruppen an, um mehr Ressourcen für Verwaltung und Weiterentwicklung zu erhalten. Kleinere Installationsunternehmen konkurrieren dagegen weiterhin, indem sie ihre Aufträge bewusster auswählen und ihre Größe als Vorteil nutzen, wenn es darum geht, Beschäftigte zu halten oder neue zu gewinnen.

- In einem kleineren Unternehmen können Mitarbeitende mehr Verantwortung übernehmen und unterschiedliche Aufgaben ausprobieren. Außerdem kann eine enge Unternehmenskultur entstehen, in der jeder jeden kennt, sagt Andreas Scheelbeck.

Die Zahlen von TEKNIQ zeigen zugleich, dass die Zahl der Unternehmen bereits zurückgegangen ist und sich die Beschäftigten damit auf weniger und größere Betriebe verteilen. Zwischen 2008 und 2022 verschwand jedes zehnte Elektroinstallationsunternehmen und jedes siebte Unternehmen im Bereich Sanitär, Heizung und Klempnerei, während die Beschäftigung in den Branchen gleichzeitig zunahm.

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