Der Preis für eine Fahrt durch den Fehmarnbelt-Tunnel ist weiterhin offen. Die 60 Euro beziehungsweise rund 450 DKK, die bislang in den Berechnungen verwendet wurden, waren nie als endgültige Gebühr für Autofahrer festgelegt, erklärt Sund & Bælt gegenüber FemernBusiness.
- Der Preis war ein technischer Rechenwert, der damals verwendet wurde, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts berechnen zu können. Der tatsächliche Preis für die Nutzung des Fehmarnbelt-Tunnels wird vom Verkehrsminister vor der Eröffnung des Tunnels festgelegt, erklärt Sund & Bælt in einer schriftlichen Antwort.
Die Klarstellung erfolgt, nachdem Lars Friis Cornett, Deutschland-Direktor von Femern A/S, gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung bestätigt hat, dass die bislang genannten 60 Euro vermutlich nicht mehr realistisch sind.
Sund & Bælt geht davon aus, dass es für die Verbindung verschiedene Tarife und Rabattmodelle geben wird, wie man sie bereits von der Storebælt- und der Øresund-Verbindung kennt. Diese könnten unter anderem für Pendler und Tagesreisen gelten.
Die Kredite für die Verbindung sollen langfristig durch die Einnahmen aus dem Verkehr zurückgezahlt werden. Verzögerungen und mögliche Mehrkosten fließen in die laufenden wirtschaftlichen Bewertungen ein. Gleichzeitig stärken die günstigen Zinsen auf die Projektkredite nach Angaben von Sund & Bælt die Wirtschaftlichkeit.
Das Unternehmen hält daher daran fest, dass die Verbindung weiterhin wie im Baugesetz vorgesehen durch Nutzergebühren finanziert werden kann.