Vejrø Resort bekommt einen neuen Direktor zu einem Zeitpunkt, an dem das Luxusprojekt weiterhin um seine Wirtschaftlichkeit ringt.
Zum 1. April übernimmt Susanne Vang Søgård die Leitung. Sie kommt vom Stammershalle Badehotel auf Bornholm, wo sie zuletzt als Direktorin tätig war. Auf Vejrø wird sie künftig für den Betrieb und die Weiterentwicklung der privaten Insel nördlich von Lolland verantwortlich sein.
Sie übernimmt ein Projekt mit hohen Ambitionen, dessen Ergebnisse bislang jedoch deutlich negativ ausgefallen sind.
Der jüngste Jahresabschluss weist ein Defizit von knapp 23 Mio. DKK aus. Es ist bereits das fünfte Jahr in Folge mit erheblichen Verlusten. Seit 2020 hat Vejrø insgesamt rund 98 Mio. DKK eingebüßt.
Gleichzeitig ist das Projekt eng mit der finanziellen Situation des Eigentümers verknüpft. Hinter Vejrø steht Saxo-Bank-Gründer Kim Fournais, der kontinuierlich Kapital in das Projekt eingebracht hat. Zuletzt wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 38 Mio. DKK erlassen, zudem hat die Muttergesellschaft eine Garantie für den weiteren Betrieb abgegeben.
Soll Betrieb auf Kurs bringen
Vejrø ist als exklusive Destination mit Hotel, Restaurant und eigener Landwirtschaft konzipiert, wobei Nachhaltigkeit und Selbstversorgung zentrale Elemente sind. Auch wenn der laufende Betrieb laut Jahresabschluss weitgehend ausgeglichen ist, wird das Ergebnis weiterhin durch hohe Fixkosten belastet.
Die Aufgabe der neuen Direktorin wird es daher sein, die Einnahmen aus einem bereits kostenintensiven Setup zu steigern.
Nach Angaben von Vejrø soll der Fokus weiterhin auf dem Konzept der „regenerativen Gastfreundschaft“ liegen, bei dem Natur, Gästeerlebnis und Betrieb ganzheitlich gedacht werden. Gleichzeitig ist eine Weiterentwicklung des Resorts geplant, unter anderem im Bereich Übernachtungen, Gastronomie und Aktivitäten für Privatgäste und Unternehmen.