Seit Jahresbeginn hat die Verkehrsbehörde 8.892 Bußgelder an Fuhrunternehmer wegen fehlender Zahlung der neuen kilometerbasierten Straßenabgabe ausgestellt. Nun zeigen neue Zahlen, dass die Einsprüche hereinströmen.
Laut Angaben der Verkehrsbehörde wurden bis zum 19. Februar 1.722 Einsprüche gegen die ausgestellten Bußgelder eingelegt. Das entspricht knapp 20 Prozent aller Bußgeldbescheide, die bis zum 17. Februar verschickt wurden.
Massive Kritik aus der Branche
Die Bußgelder haben in der Transportbranche große Frustration ausgelöst. Viele Fuhrunternehmer haben zuvor berichtet, dass sie glauben, alles richtig gemacht zu haben, aber dennoch Bußgelder erhalten.
Direktor Peter Flensted Rasmussen von Sax-Trans in Sakskøbing ist einer von denen, die Einspruch gegen die Bußgelder eingelegt haben. Sein Unternehmen hat sechs Bußgelder erhalten, die alle angefochten wurden.
- 9.000 Bußgelder in so kurzer Zeit zeigen, dass hier etwas völlig falsch läuft. Man muss nach innen schauen. So viele Betrüger gibt es einfach nicht, sagt der Direktor zu FemernBusiness.
DI: Das Bußgeldsystem ist nicht gerecht
Bei Dansk Industri hat der transportpolitische Chef Rune Noack die aktuelle Gesetzgebung zuvor dafür kritisiert, nicht zwischen Fuhrunternehmern zu unterscheiden, die bewusst nicht zahlen, und denen, die technische Fehler oder Missverständnisse im System erleben.
DI schlägt daher vor, dass Fuhrunternehmer die Möglichkeit erhalten, die Gebühr nachzuzahlen, anstatt eine Geldstrafe zu erhalten, wenn sie in gutem Glauben gehandelt haben.
- Es ist ja einfach, den Fehler auf diese Weise zu dokumentieren und zu beheben. Und so vermeiden wir die ungerechten Bußgelder, sagt Rune Noack.
Sund & Bælt hält fest: Das System funktioniert
Sund & Bælt, das für den Betrieb des Gebührensystems verantwortlich ist, hält daran fest, dass das System wie vorgesehen funktioniert. Laut dem Unternehmen ist es nur ein kleiner Anteil der registrierten Passagen, der zu einer Geldstrafe führt. Sie weisen auch darauf hin, dass Fuhrunternehmer Einspruch erheben können, wenn sie der Meinung sind, dass sie zu Unrecht eine Geldstrafe erhalten haben.
Derzeit behandelt das Parlament einen Vorschlag der Regierung, dass die Bußgelder ab dem 1. Juli auf 9.000 Kronen steigen sollen.