Lolland stürzt im Ranking der Wirtschaftsfreundlichkeit ab: Unternehmen senden klare Botschaft

Die Kommune Lolland fällt in der jährlichen Erhebung des dänischen Industrieverbands Dansk Industri zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommunen um 21 Plätze zurück. Für die Unternehmen steht dabei eine Herausforderung klar über allen anderen.

Foto af Lolland Kommunes flag foran Administrationsbygningen på Jernbanegade i Maribo. Fotoet er taget i november 2015.
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Jedes Jahr fragt der dänische Industrieverband Dansk Industri Unternehmen im ganzen Land, wie die Bedingungen für unternehmerische Tätigkeit in ihrer Kommune sind. Die Antworten werden zusammen mit einer Reihe statistischer Daten genutzt, um die Wirtschaftsfreundlichkeit der Kommunen zu bewerten.

In diesem Jahr fällt Lolland von Platz 61 im Vorjahr auf Platz 82 unter den insgesamt 91 Kommunen, die in der Untersuchung berücksichtigt werden.

Hinter dem Ergebnis steht vor allem eine klare Botschaft der Unternehmen: Lolland muss den Zugang zu Arbeitskräften stärker priorisieren.

56,3 Prozent der befragten Unternehmen sind der Ansicht, dass die Kommune vor allem die Verfügbarkeit von Arbeitskräften verbessern sollte. Zum Vergleich: 29,2 Prozent nennen Bildung und Ausbildung, die damit an zweiter Stelle stehen.

Bürgermeisterin Marie-Louise Brehm Nielsen erkennt das Problem an.

- Das ist die klare Botschaft der Untersuchung an uns. Wir müssen mehr Menschen für die Region gewinnen und mehr Menschen in Ausbildungen bringen, die zu den Bereichen passen, in denen Arbeitskräfte gefragt sind. Der Anteil junger Menschen, die sich für eine Berufsausbildung entscheiden, ist gestiegen. Wir sind also auf dem richtigen Weg, aber die Unternehmen suchen weiterhin dringend Arbeitskräfte – und zwar jetzt.

Die Kommune Lolland hat zugleich Millionen in die Anwerbung internationaler Arbeitskräfte investiert. Nach Angaben der Bürgermeisterin war diese Initiative erfolgreich. Die Rekrutierungsarbeit soll fortgesetzt werden, weil die Beschäftigten nicht nur zum Arbeiten kommen, sondern sich auch in der Kommune niederlassen.

Doch nicht nur der Arbeitskräftemangel zieht Lolland nach unten und führt zu Platz 82. Die Kommune verschlechtert sich in allen vier Kategorien der Untersuchung.

Besonders auffällig ist die Kategorie kommunale Verwaltung. Hier fällt Lolland auf Platz 88 – ein Rückgang um 29 Plätze. Die Kategorie umfasst ein breites Spektrum, von der Bearbeitung von Bauanträgen bis zum digitalen Unternehmensservice der Kommune und weiteren Themen.

- Die Bearbeitungszeiten sind gesunken, und hier liegen wir auf Platz 25. Die Untersuchung von DI zeigt mir aber vor allem, dass schnelle Verfahren allein nicht ausreichen. Der Rest muss ebenfalls mithalten, und wir müssen besser verstehen, was hinter den Antworten der Unternehmen in dieser Kategorie steckt, sagt Marie-Louise Brehm Nielsen.

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