Für die Wirtschaft in Guldborgsund gibt es mehrere Anzeichen für eine positive Entwicklung.
In der neuen Erhebung des dänischen Industrieverbands Dansk Industri zur lokalen Wirtschaftsfreundlichkeit verbessert sich die Kommune bei der kommunalen Verwaltung von Platz 44 auf Platz 26. Beim digitalen Unternehmensservice geht es sogar von Platz 69 auf Platz 32 nach oben. Insgesamt bleibt Guldborgsund jedoch wie im Vorjahr im unteren Mittelfeld und belegt Platz 58.
Auch bei der Bearbeitung von Bauanträgen geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist von gut 83 auf knapp 54 Tage gesunken. Im Jahr 2024 hatte die Kommune jährlich 1,8 Mio. DKK für eine bessere Behördenbearbeitung und einen besseren Unternehmensservice bereitgestellt.
Die Gesamtplatzierung ist nicht zufriedenstellend. Die diesjährige Untersuchung zeigt aber zugleich, dass Guldborgsund Fortschritte machen kann, wenn gezielt gehandelt wird, sagt Johnny Ryberg Hansen, Vorstandsvorsitzender von DI Lolland-Falster.
In einem entscheidenden Bereich fällt das Bild jedoch deutlich weniger positiv aus.
In der Kategorie Bildung und Arbeitskräfte landet Guldborgsund auf Platz 82 von 91 Kommunen. Der Zugang zu Beschäftigten und den richtigen Kompetenzen bleibt damit eine der klaren Schwächen für die lokale Wirtschaft.
Zugleich könnte sich diese Herausforderung mit neuen Investitionen und zunehmender wirtschaftlicher Aktivität auf Lolland-Falster weiter verschärfen.
In Guldborgsund haben 65 Unternehmen an der Untersuchung teilgenommen. Zusammen repräsentieren sie mindestens 1.770 Arbeitsplätze. Das entspricht 12 Prozent der privatwirtschaftlichen Beschäftigung in der Kommune.