Es wird länger dauern, bis die Fehmarn-Fabrik in Rødbyhavn für andere Nutzungen freigegeben werden kann.
In einer neuen Antwort an den Verkehrsausschuss des dänischen Parlaments teilt Sund & Bælt mit, dass die Produktion der Tunnelelemente nun voraussichtlich bis Ende 2029 fortgesetzt wird.
Als die Produktion 2023 begann, war geplant, das letzte der insgesamt 89 Tunnelelemente im Jahr 2027 fertigzustellen. Im Jahr darauf startete Sund & Bælt einen Marktdialog mit potenziellen Betreibern. Damals ging das Unternehmen davon aus, dass ein neuer Vertrag über den Betrieb der Fabrik ab 2028 in Kraft treten könnte.
Seitdem ist das Fehmarn-Projekt von Verzögerungen betroffen. Das erste Tunnelelement wurde erst im Mai dieses Jahres abgesenkt. Kurz darauf erklärte Sund & Bælt, dass die Bauarbeiten auf dänischer Seite rund zwei Jahre hinter dem Zeitplan lägen.
Der Geschäftsführer des Unternehmens, Mikkel Hemmingsen, hat inzwischen mitgeteilt, dass Autos den Tunnel voraussichtlich frühestens 2032 nutzen können.
Die verlängerte Produktionsphase verschiebt damit auch den Zeitpunkt, ab dem die umfangreichen Anlagen in Rødbyhavn tatsächlich für neue industrielle Nutzungen zur Verfügung stehen können.