Die Møns Bank baut ihr Geschäft deutlich aus, doch das starke Wachstum macht sich zugleich im laufenden operativen Geschäft bemerkbar. Das Kreditvolumen ist innerhalb eines Jahres um 37,8 Prozent gestiegen, während das operative Kernergebnis im ersten Halbjahr von 33,6 Mio. DKK auf 15,7 Mio. DKK zurückging.
Trotz dieses Rückgangs blieb das Ergebnis vor Steuern nahezu unverändert. Es belief sich auf 35,8 Mio. DKK gegenüber 35,6 Mio. DKK im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Nach Angaben der Bank entspricht die Entwicklung den Erwartungen und ist unter anderem auf das niedrigere Zinsniveau sowie auf Investitionen im Rahmen der laufenden Wachstumsstrategie zurückzuführen.
- Das Ergebnis des ersten Halbjahres entspricht unseren Erwartungen und bedeutet eine annualisierte Eigenkapitalrendite von 9,7 Prozent. Wir sind bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie gut vorangekommen. Das zeigt sich sowohl in der hohen Aktivität als auch im zufriedenstellenden Wachstum unseres Kreditgeschäfts, sagt Bankdirektor Per Sjørup Christiansen und ergänzt:
- Gleichzeitig wird das Ergebnis von der Zinsentwicklung sowie von den Kosten für die Eröffnung einer neuen Filiale und den Investitionen in unsere Organisation beeinflusst, mit denen wir die Wachstumsstrategie der Bank unterstützen, sagt Per Sjørup Christiansen.
Ende Juni belief sich das Kreditvolumen der Møns Bank auf 2,263 Mrd. DKK. Die steigende Aktivität geht mit mehr Beschäftigten einher. Die Zahl der Vollzeitmitarbeitenden stieg von 120 im ersten Halbjahr 2025 auf 146 im gleichen Zeitraum dieses Jahres. Ein Teil des Ausbaus hängt mit der neuen Filiale in Køge zusammen, die nach Angaben der Bank bereits mehr als 1.000 neue Kunden betreut.
Prognose bleibt bestehen
Gleichzeitig wirken sich niedrigere Zinsen auf die Erträge der Bank aus. Die dänische Nationalbank senkte ihren Diskontsatz im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres viermal. Møns Bank verweist darauf, dass sowohl die Zinsentwicklung als auch der Wettbewerb Druck auf die Kreditzinsen ausüben. Hinzu kommen höhere Kosten, unter anderem durch mehr Beschäftigte sowie Investitionen in Organisation und IT.
Das Halbjahresergebnis profitiert dagegen von der Entwicklung bei den Wertberichtigungen auf Kredite. In diesem Bereich verbuchte die Møns Bank im ersten Halbjahr einen Ertrag von 13,2 Mio. DKK, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Aufwand von 8,5 Mio. DKK anfiel. Die Bank erklärt die Entwicklung damit, dass sich die wirtschaftliche Situation ihrer Kunden insgesamt positiv entwickelt habe und deshalb Wertberichtigungen bei mehreren Kreditengagements zurückgenommen werden konnten.
- Unsere Kunden stehen insgesamt gut da, und deshalb konnten wir Wertberichtigungen bei mehreren Engagements zurücknehmen. Gleichzeitig erhöhen wir jedoch unsere zusätzlichen Managementvorsorgen, sodass wir angesichts der geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheit an einem vorsichtigen Ansatz festhalten, sagt Per Sjørup Christiansen.
Die Møns Bank hält an ihren zuletzt veröffentlichten Erwartungen für 2026 fest. Sie rechnet mit einem Ergebnis vor Steuern von 60 bis 80 Mio. DKK und einem operativen Kernergebnis von 35 bis 55 Mio. DKK. Die Prognose für das Jahresergebnis war im April aufgrund des erwarteten Verkaufs des Rechenzentrums BEC Financial Technologies angehoben worden.
Nach Angaben des Bankdirektors liegt die Bank komfortabel innerhalb beider Prognosespannen, obwohl die Wachstumsstrategie derzeit mit steigenden Kosten verbunden ist und zugleich das niedrigere Zinsniveau die Erträge belastet.