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Sechs Sofortmaßnahmen in drei Wochen

Von gefährlichen Arbeitsbedingungen in der Höhe bis zu gesundheitsschädlichen Dieselabgasen in geschlossenen Räumen

Das dänische Arbeitsaufsichtsamt hat gefordert, dass das Unternehmen sofort Geländer oder Netze anbringt, um lebensgefährliche Sturzunfälle zu verhindern, wenn in der Nähe der Kante gearbeitet wird.
Veröffentlicht

Im Laufe von drei Wochen hat die dänische Arbeitsschutzbehörde sechs sofortige Anordnungen an Storstrøms Bridge Joint Venture I/S erlassen. Die Anordnungen betreffen schwerwiegende Verstöße gegen die Arbeitsschutzvorschriften - von gefährlichen Arbeitsbedingungen in der Höhe bis hin zu gesundheitsschädlichen Dieselabgasen in geschlossenen Räumen.

Der schwerwiegendste Fall ereignete sich am 19. Februar, als ein Mitarbeiter von einem Lastwagen fiel. Laut der Arbeitsschutzbehörde fehlten Sicherheitsvorkehrungen wie Geländer, Netze oder Bildschirme, die ein Herunterfallen verhindern könnten. Die Anordnung erfordert sofortige Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter nicht ähnlichen Gefahren ausgesetzt werden.

Die sechs Sofortmaßnahmen

27. Januar: Unverantwortliche Nutzung von Rollgerüsten, fehlende Kippsicherung und Geländer.

27. Januar: Gefährliches Heben von Palettenhubwagen, schwere Lasten ohne technische Hilfsmittel.

27. Januar: Dieseldämpfe in geschlossenem Brückendeck, fehlende Absaugung.

27. Januar: Fehlende Abdeckung von Löchern in Zugangswegen.

6. Februar: Fehlende Absturzsicherung am Rand des Brückendecks, Risiko eines Sturzes aus 15 Metern Höhe.

9. Februar: Arbeitsunfall - ein Mitarbeiter fiel von einem Lastwagen, fehlende Absturzsicherung.

Sechs Tage zuvor, am 6. Februar, stand die Arbeit am Brückendeck im Fokus. Ein Mitarbeiter wurde in der Nähe der Kante ohne ordnungsgemäße Absturzsicherung beobachtet, was ein echtes Risiko darstellte, 15 Meter ins Meer zu fallen. Die Arbeitsschutzbehörde hat gefordert, dass das Unternehmen sofort Geländer oder Netze installiert, um lebensgefährliche Sturzunfälle zu verhindern.

Am 27. Januar fand die Arbeitsschutzbehörde weitere vier schwerwiegende Arbeitsschutzprobleme auf der Baustelle. Eines davon betraf Gerüste. CUSTERS Rollgerüste waren nicht korrekt gesichert und es fehlten Geländer, was es riskant machte, in der Höhe zu arbeiten. Darüber hinaus wurden zwei Mitarbeiter beobachtet, wie sie einen 70 kg schweren Palettenheber in einer ungünstigen Arbeitsposition trugen, was die Gefahr schwerer Rückenverletzungen schuf. Die Behörde forderte, dass schwere Lasten mit technischen Hilfsmitteln gehoben werden müssen.

Ein weiteres Problem war, dass ein dieselbetriebener Heizkanon schädliche Abgase in einem geschlossenen Brückendeck ausstieß, in dem Mitarbeiter arbeiteten. Die Aufsichtsbehörde wies darauf hin, dass die Exposition gegenüber Dieselabgasen krebserregend sein kann und verlangte, dass das Unternehmen entweder Prozessabsaugung oder elektrische Wärmequellen verwendet.

Her kan man se de løse planker, der ligger over hullet.
Hier kann man die losen Planken sehen, die ein Loch auf der Baustelle abdecken.

Gleichzeitig entdeckte die Arbeitsschutzbehörde ein Loch in einem gemeinsamen Zugangsweg, das nur mit losen Brettern abgedeckt war. Dies stellte ein erhebliches Risiko für Mitarbeiter dar, die hindurchfallen könnten. Die Aufsichtsbehörde forderte eine sicherere Abdeckung des Lochs.

Der Hauptauftragnehmer Storstrøms Bridge Joint Venture teilt mit, dass Sicherheit ihre oberste Priorität ist. 

- Wir arbeiten jeden Tag hart daran, die Sicherheit für alle unsere Mitarbeiter und Subunternehmer zu gewährleisten. Wir heißen die Aufsichtsbehörden auf unserer Baustelle willkommen und haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Arbeitsschutzbehörde, sagt Projektmanager Barry Crouchman.

- Bei SBJV sind wir stolz darauf, eine Unfallhäufigkeit zu haben, die in 'LTI (Lost Time Incidents) pro Million Arbeitsstunden' gemessen wird und die drei Jahre in Folge deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt, sagt er.

SBJV hat beschlossen, gegen eine der Anordnungen Berufung einzulegen.

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