FLC Tunnel Group North, die auf der dänischen Seite der Fehmarn-Verbindung arbeitet, hat nach einer Inspektion am 20. Januar zwei sofortige Anordnungen von der dänischen Arbeitsschutzbehörde erhalten. Beide Anordnungen betreffen ernsthafte Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit der Nutzung eines Hubsteigers beim Tunnelbau in Rødby.
Die erste Anordnung wurde erteilt, weil ein Mitarbeiter im Hubsteiger arbeitete, ohne den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt mit Lebensleine zu verwenden. Laut der Arbeitsschutzbehörde stellte dies ein erhebliches Risiko für Sturzunfälle dar, die schwerwiegende oder tödliche Folgen haben könnten.
"Das Personal auf der Plattform muss während der Arbeit einen Ganzkörpergurt tragen, der mit einer Lebensleine an einem zugelassenen Verankerungspunkt befestigt ist," heißt es in der Anleitung des Herstellers, die das Unternehmen befolgen muss.
Wenige Unfälle
Die zweite Anordnung wurde erteilt, weil der Arbeitsbereich nicht abgesperrt war, obwohl in der Höhe gearbeitet wurde. Laut der Arbeitsschutzbehörde könnten Werkzeuge oder Materialien vom Hubsteiger fallen und Mitarbeiter treffen, die sich am Boden aufhalten.
Die Aufsichtsbehörde stellte fest, dass keine Vorkehrungen getroffen wurden, um dies zu verhindern, was eine "erhebliche Gefahr für schwere Personenschäden" darstellte. Die Arbeitsschutzbehörde weist darauf hin, dass Arbeitsbereiche in der Höhe abgeschirmt oder abgesperrt werden müssen, um Mitarbeiter vor herabfallenden Gegenständen zu schützen.
Die Fehmarn-Verbindung ist eines der größten Bauprojekte Dänemarks, und der Bau hat bisher großen Wert auf die Arbeitsumgebung gelegt und hat im Vergleich zu anderen großen Bauprojekten wenige Arbeitsunfälle.