Logistikentwickler: Fehmarn könnte am Ende Seeland stärker nutzen als Lolland-Falster

Günstige Grundstücke und eine feste Verbindung nach Deutschland reichen nicht aus, um einen internationalen Immobilienentwickler weiter nach Süden zu locken.

Femern-forbindelsen er ikke nødvendigvis nok til at trække logistik mod Lolland-Falster.
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Panattoni, einer der weltweit größten privat geführten Entwickler von Industrie- und Logistikimmobilien, hat Ringsted als Einstieg in den dänischen Markt gewählt.

Dort baut der Entwickler derzeit den Central Hub Ringsted, ein Lager- und Logistikzentrum mit rund 14.000 Quadratmetern Fläche an der E20. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Damit beginnt Panattoni, auf Seeland konkret Fuß zu fassen. Lolland-Falster meidet das Unternehmen vorerst jedoch bewusst.

- Fehmarn ist auf 2032 verschoben worden, und das ist ein sehr langer Zeithorizont. Derzeit sehen wir keine große Nachfrage nach Logistikflächen. Mieter kommen nicht automatisch, nur weil man ein Grundstück kauft und groß baut, sagt Jacob Widahl, Geschäftsführer von Panattoni in Dänemark.

Er sieht deshalb an mehreren Standorten in Südseeland größere Chancen als auf Lolland-Falster. Zudem ist er keineswegs sicher, dass die Fehmarnbeltquerung tatsächlich Nachfrage nach Logistikzentren auf den südlichen Inseln schaffen wird.

- Der kommende Tunnel ist natürlich interessant, auch für uns. Aber es könnte sich zeigen, dass er vor allem den südlichen Korridor von Kopenhagen attraktiver macht, weil die Verbindung den Weg zwischen Kopenhagen und Hamburg verkürzt. Das ist durchaus eine Möglichkeit, sagt er.

Weltweit hat der Konzern mehr als 60 Millionen Quadratmeter Gewerbeimmobilien für über 2.500 Kunden entwickelt. Panattoni baut unter anderem Lager-, Industrie- und Logistikimmobilien gemeinsam mit institutionellen Investoren wie Pensionskassen. Deshalb muss eine realistische Aussicht auf Mieter bestehen, bevor Kapital in Bauprojekte investiert wird.

- Für Unternehmen geht es darum, Endkunden möglichst nah versorgen zu können. Deshalb ist die Nähe zum Großraum Kopenhagen wichtig – und die hat Lolland-Falster nicht, sagt Jacob Widahl.

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